Tesla….kann der weg?


Veröffentlicht am 29. August 2018


Es vergeht kaum eine größere Managementrunde in der Autoindustrie der ich beiwohnen darf, in der nicht einer sich zu einer neuen Tesla Insolvenzvermutung hinreisen lässt. Ist da der Wunsch Vater des Gedankens? Oder ist es einfach nur ein Zeichen der Konsistenz: dass diese Firma lebt ist genauso unmöglich, wie bessere Verkaufsergebnisse einer Elektrolimousine im Vergleich zur S-Klasse, oder dass eine private Rakete das beste Transportmittel in die Umlaufbahn ist und dass man Menschen auf Maulwurflevel mit Schallgeschwindigkeitsrohrpost transportieren kann.

Vollends klar wird einem die Intention Elon Musks wenn man sich mit dem Namensgeber der Marke Tesla auseinandersetzt.

Dass Tesla auch die Bezeichnung für eine elektrische Einheit ist, ließe zunächst vermuten, dass da ein der Theorie verpflichteter Physikprofessor am Werk war – aber weit gefehlt. Als ich vor 40 Jahren als Student das erste Mal die Niagarafälle besuchte, fiel mir das Tesla Denkmal auf, ich kannte ihn tatsächlich nur als den Namensspender für die elektrische Einheit. Erst heute im Zuge der E-Mobilität ist mir klar geworden, was dieser Mann geleistet hat.

 

Er hat nicht weniger als das Wechselstromnetz erfunden und zur Welt gebracht und das gegen einen Gegner, der um Zehnerpotenzen stärker und mächtiger war als er selbst nämlich Alvar Edison.

Dieser hatte bereits mit der Erfindung seiner Glühbirne erstes großes Geld gemacht und wollte sich nun durch Erfindung eines Stromnetzes in die Unsterblichkeit hieven.

Sein Problem war, dass sein System nicht auf die Distanz funktionierte und er bereits nach kurzer Stecke so viel Spannjung verlor, dass er eine Hochspannstufe einsetzen musste. Nicht so Nikola Tesla. Sein Wechselstromsystem war frei von solcher Schwäche und als er den Auftrag erfolgreich abschließen konnte, den in den Kraftwerkshallen der Niagarafälle gewonnenen Strom in die Großstädte des amerikanischen Ostens zu befördern, war auch klar, dass er Auftrag zur Bestromung der Weltausstellung erhalten würde.

Obwohl Edison angeblich durch tierquälerische Versuche an Elefanten versuchte, Teslas Technik zu diskreditieren und ihm auch die Lieferung seiner Glühbirnen versagte, erzielte Tesla Erfolg auf der ganzen Linie.

Man erzählt, dass es Tesla geschafft habe, in nur 3 Monaten eine zu Edison nicht patentschädliche Glühbirne zu entwickeln und so zu industrialisieren, dass er den Bedarf von 300000 Glühbirnen für dieWeltaustellung aus eigenem Bedarf decken konnte.

Schlingel wer da denkt, dass Musk den Firmennamen zufällig gewählt hat.

Und aus meiner Sicht ist die Frage mittlerweile nicht, ob Mann und Firma systemrelevant sind oder wegkönnen. Selbst wenn die Firma heute insolvent ginge, hat Musk so viel vorgeblich Unmögliches möglich gemacht, dass er eine andere Welt zurück ließe und die ganzen Unmöglichkeitsvermuter in die Passivität und die Wettbewerber in hektische Aktivität gedrängt hat.