Aus welchem Grund Bergvölker E-Autos auch lieben werden


Veröffentlicht am 09. Oktober 2018


Vielleicht aus dem gleichen Grund aus dem VW ohne großes Aufhebens mit seinem E-Renner einen neuen Pikes Peak Rekord aufgestellt hat oder auch deshalb weil in den Formeln zur Elektrizität die Luftdichte nicht vorkommt. Praktisch erklären könnten das die Autofahrer, die öfter mal den Gotthard oder Großglocknerpass fahren. Die merken, dass nicht nur das Urlaubsgepäck schuld ist, wenn der gut motorisierte Mittelklassewagen in Passhöhennähe immer phlegmatischer wird, weil er zunehmend an Sauerstoffmangel leidet. Man könnte es als nette Marotte abtun, wenn es dem Auto genauso geht, wie uns selbst. Ist es andererseits nicht lästig, wenn das teuer bezahlte High Tech Gerät menschliche Schwächen hat? Und wenn Sie in einer Bergregion wohnen, dann geht es Ihnen vielleicht auf die Nerven, dass der extra bestellte größere Motor sich beim Gasgeben immer noch anfühlt wie ein Tritt ins Leere.

Aber weg von der Produktfolklore und hin zu den technischen Fakten:

Besonders der Saugmotor muss in großer Höhe einfach mehr Arbeit aufwenden um die gleiche Menge Luft in den Brennraum zu schaffen oder hat andererseits einfach weniger drin, so dass via weniger verbrannter Luft auch weniger Arbeit an der Kurbelwelle geleistet wird.

Davon ist der Elektromotor völlig frei. Ganz im Gegenteil belohnt er uns – erst mal oben angekommen, auch noch dank Energierückspeisung beim Bergabfahren mit einer sich füllenden Batterie.

Auch gemein- und volkswirtschaftlich hat diese Eigenschaft des E-Motors gute Auswirkungen: während der Verbrenner sich schwer tut, in sehr unterschiedlichen Höhen gleich sauber zu verbrennen, emittiert der E-Motor auf allen Höhen das Gleiche und das ist „nichts“ und das obwohl der Hersteller „nichts“ investiert hat, um ihm das anzuerziehen.

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